Anlegefühler: das solltest Du beachten!

von | Temperaturfühler

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Was solltest Du wissen und beachten, wenn Du Anlegefühler bzw. Oberflächentemperaturfühler verwenden willst? Darum geht’s in diesem Beitrag! 

Invasive vs. nicht-invasive Messung 

Anlege- oder Oberflächentemperaturfühler messen die Temperatur nicht-invasiv. Sie haben also keinen Kontakt mit dem Medium, sondern messen die Oberflächentemperatur eines Objektes, also z.B. eines Rohres oder Wärmetauschers. Also haben sie auch keinen Einfluss auf den Fluss des Mediums. Gegenüber der invasiven Messung, bei der der Temperaturfühler direkt mit dem Medium in Kontakt kommt, ist die nicht-invasive Messung ungenauer, da indirekt, und sie ist natürlich auch träger. Deshalb werden Anlege- oder Oberflächenfühler häufig für reine Überwachungsfunktionen eingesetzt.

Der große Vorteil dieser Fühler liegt darin, dass Du den Prozess nicht öffnen musst – anders als beim Einschraubfühler. Es gibt also keine Dichtstellen; die Montage ist dadurch vergleichsweise einfach. 

Anlegefühler messen nicht-invasiv die Temperatur, Einschraubfühler invasiv

Oberflächenfühler sollten isoliert werden 

Ein wesentlicher Nachteil dieser Messmethode liegt darin, dass die Umgebungstemperatur einen großen Einfluss auf die Messung hat – ich muss einen Anlegefühler also gut von der Umgebung abschirmen; ich muss den Fühler ordentlich isolieren. Außerdem muss ich sicherstellen, dass der Fühler einen guten thermischen Kontakt zum Messobjekt hat. Hierfür wird häufig Wärmeleitpaste verwendet, die den Wärmeübergang zum Fühler verbessert.

Bei geringen Rohrdurchmessern kommt oft nur ein Anlegefühler in Frage, denn eine invasive Messung funktioniert nur dann gut, wenn der Fühler ausreichend tief ins Medium eintaucht. Und genau das ist bei kleinen Rohren oft nicht möglich – da ist der Anlegefühler im Vorteil.

Temperaturgrenzen bei Anlegetemperaturfühlern 

Die Temperaturgrenzen werden in der Regel vom Werkstoff des Anschlusskabels gesetzt. Selbst wenn das Messelement hohe Temperaturen verkraftet, muss man wissen, dass das Anschlusskabel das schwächste Glied in der Kette ist, denn es ist der gleichen Temperatur ausgesetzt wie das Messelement. Wenn Du hohe Temperaturen messen willst, bleibt Dir also nur der Griff zum Mantelfühler, der aus einem für hohe Temperaturen geeigneten Edelstahl-Kabel gefertigt wird.

Berührungslose Verfahren 

Ach ja, was ich auch noch erwähnen sollte: es gibt natürlich auch andere Messverfahren für Oberflächentemperaturen, wie z.B. Infrarot-Thermometer, auch Pyrometer genannt. Die haben ein schnelles Ansprechverhalten und können gut bei bewegten Objekten eingesetzt werden. Das Messverfahren ist aber eine Wissenschaft für sich, auf die ich hier nicht weiter eingehen werde.

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